

TKLM-Sympsium 2009:
"Terrestrik der Zuknft -
Zukunft der Terrestrik"
am 07.10.2009 in Berlin
TKLM-Symposium 2008:
"Digitaler Hörfunk - Perspektiven für den deutschen Radiomarkt"
am 23.09.2008 in Berlin
Workshop der TKLM:
"Digitalisierung der terrestrischen
Rundfunkübertragungs-
wege"
am 30.11./01.12.2005 in Berlin
Programm
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Auf dem Weg in die
digitale Welt
Digitales Fernsehen – alle reden darüber, doch was steckt wirklich hinter diesem Begriff? Und warum kümmern sich die Landesmedienanstalten um die Entwicklung des Digitalen Fernsehens?
Die Digitalisierung des Fernsehbildes ermöglicht es, mehr Programme über das Kabel, den Satelliten oder die Antenne zu senden als bisher. Das Bild wird dabei in winzig kleine Teile zerlegt und in komprimierter Form übertragen. Da anders als beim analogen Fernsehen nur die tatsächlichen Bildveränderungen übertragen werden, steht insgesamt mehr Bandbreite zur Verfügung. Die digitalisierten Daten müssen durch einen Digitalreceiver, der sogenannten Set-Top-Box, entschlüsselt und in analoge Signale umgewandelt werden.
Der international vereinbarte Standard für die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Multimediadiensten nennt sich Digital Video Broadcasting (DVB). Die Zusätze S, C,T und H hinter der Abkürzung DVB kennzeichnen die Übertragungswege: DVB-S steht für die Übertragung via Satellit, DVB-C für eine Übertragung via Kabel, DVB-T beschreibt die Ausstrahlung der digitalen Bilder über terrestrische Sendeanlagen und DVB-H ist ein Standard für die Übertragung von Programmen auf tragbare (Handheld) und mobile Empfänger.
Nach Planungen der EU-Kommission und der Bundesregierung sollen ab 2012 alle Fernsehprogramme nur noch digital ausgestrahlt werden. Die analogen Übertragungen laufen dann aus und werden von der Digitaltechnik abgelöst, die mehr Programme in einer besseren Qualität verspricht.
Digitaler Fernsehempfang via Satellit und Kabel ist schon seit Jahren möglich. Digitales Antennenfernsehen, das terrestrisch ausgestrahlte "ÜberallFernsehen" ist ebenfalls seit geraumer Zeit in vielen Gebieten zu empfangen. Bis Ende 2008 wollen ARD und ZDF ihre DVB-T-Netze in ganz Deutschland ausbauen und das analoge terrestrische Fernsehen komplett abschalten.
Die Digitalisierung der elektronischen Übertragung von Informationen ermöglicht heute – zusätzlich zu den klassischen Übertragungswegen - die Übermittlung von Rundfunk und anderen Kommunikationsdiensten über das Internet oder über das „Enhanced TV“, bei dem das klassische Fernsehen via Internet um interaktive Angebote erweitert wird Diese technische Konvergenz führt dazu, dass neue Konkurrenzverhältnisse zwischen ehemals getrennten Märkten entstehen. Eine zeitgemäße Medienregulierung trägt daher der Bedeutung technischer Zusatzleistungen wie Multiplexing und Navigatoren sowie vor und nachgelagerter Märkte Rechnung.
Die Sicherung des freien Zugangs zu digitalen Plattformen und ihren Zugangskontrollsystemen zu chancengleichen und nichtdiskriminierenden Bedingungen (§ 53 Rundfunkstaatsvertrag) gehört zu den Aufgaben der Landesmedienanstalten. Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten behandelt unter anderem Fragen der Zugangsfreiheit zu den technischen Plattformen (Multiplexing, Zugangskontrolle, MHP Multimedia Home Platform, Set-Top-Boxen) und Programm-Plattformen (Zusammenstellung und Bündelung von Programmen, Electronic Programme Guide/Navigation, Vermarktung). Eine ihrer zentralen Aufgaben ist es, einheitliche offene Standards im technischen Bereich durchzusetzen.
Ziel der Landesmedienanstalten ist es darüber hinaus, den Zuschauern eine Auswahl zwischen den unterschiedlichen digitalen Übertragungswegen zu ermöglichen. Deshalb unterstützen sie sowohl den digitalen Ausbau des Kabels (zusätzliche Programme und schnelles Internet) als auch das digitale terrestrische Fernsehen (ÜberallFernsehen).