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Digitales Radio

Digitales Radio ist seit mehreren Jahren in Deutschland empfangbar. Auch hier macht die Digitaltechnik eine sehr günstige Ausnutzung des Frequenzspektrums bei gleichzeitig hoher Übertragungsqualität möglich.

 

Digital Audio Broadcasting (DAB)


DAB ist ein europäisch standardisiertes Übertragungsverfahren für digitalen Hörfunk und wird inzwischen als DigitalRadio vermarktet.
   
DAB basiert auf 1,75 MHz breiten Frequenzblöcken, in denen bislang 6 bis 8 Hörfunkprogramme gleichzeitig und ohne gegenseitige Beeinflussung übertragen werden können. Eine Erweiterung des Standards unter Verwendung moderner Datenreduktionsverfahren wie MPEG-4 AAC+ erlaubt in Zukunft die Übertragung von etwa 10-16 Hörfunkprogrammen in einem Frequenzblock. 
   
Frequenzen für DAB wurden auf Wellenkonferenzen in Wiesbaden, Maastricht und Genf europaweit vergeben. DAB nutzt zukünftig das Band III (174-230 MHz) und das L-Band (1452-1479 MHz).

   
DAB wird nur über terrestrische Sender verbreitet. Das ebenfalls vorhandene Konzept der Satellitenübertragung von DAB wurde bisher aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert. Interessierte Firmen arbeiten aber nach wie vor an Planungen, ein Satellitenprojekt ab dem Jahr 2009 zu verwirklichen.


   
Digital Radio Mondiale (DRM)


DRM bedeutet digitaler Hörfunk im Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich (LW / MW / KW). Es handelt sich um ein international standardisiertes Übertragungsverfahren.
Auch bei DRM wird das bisher übliche Frequenzraster beibehalten, also 9 kHz im LW- und MW-Bereich und 5 kHz im KW-Bereich. Pro Kanal wird allerdings nur ein Programm übertragen, dies jedoch mit UKW vergleichbarer Qualität, im Gegensatz zu den bei der analogen Nutzung typischen Gegebenheiten.
DRM wird nur über terrestrische Sender verbreitet.

 

DRM+

 

Unter dem Namen DRM+ wird ein digitales Übertragungsverfahren entwickelt, das in einigen Jahren das analoge UKW-System ablösen könnte. Dieses Verfahren erlaubt, in einem analogen UKW-Kanal zwei digitale Hörfunkprogramme und weitere Datendienste zu übertragen. Ein noch zu lösendes Problem bei DRM+ ist der Umstieg vom analogen UKW zum digitalen System: Da ein gleichzeitiger Betrieb von UKW und DRM+ auf einer Frequenz nicht möglich ist, muss ein Veranstalter seine UKW-Frequenz abschalten, um mit DRM+ beginnen zu können.

 

 

Internet-Radio

 

Wer über seinen Computer mit dem Internet verbunden ist, kann nach Eingabe der entsprechenden Adresse über das Internet auch Radio hören. Fast alle Hörfunkveranstalter bieten diesen Dienst inzwischen an, manche Radioangebote sind auch nur über dieses Medium zu hören. So kann der Interessierte Programme von Veranstaltern hören, die er aufgrund der räumlichen Distanz ansonsten weder über Satellit, Kabel oder terrestrische Sender empfangen könnte. Allerdings ist die Tonqualität des Internetradios in den allermeisten Fällen schlechter als Radio über UKW oder DAB. Neben den üblichen Kosten für die Nutzung des Internets und den GEZ-Gebühren fallen für das Internet-Radioangebot keine weiteren Kosten an.