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Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring |
KJM-Geschäftsstelle:
Sabine Köster-Hartung (Leiterin)
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Spiele ohne Tabus wie die Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! (Dschungel-Camp) oder "Die Burg" sorgen immer wieder für heiße Diskussionen in der Gesellschaft. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Deutschland in regelmäßigen Abständen neue Big-Brother-Staffeln. In Reality- oder Castingshows wie "Deutschland sucht den Superstar" werden unbekannte Menschen oder Prominente öffentlich beurteilt, was oft von Spott und Häme begleitet wird. Ist es richtig, dass Zuschauerinnen und Zuschauer die Macht haben, per Telefon über Sieg und Niederlage zu entscheiden? Was bedeutet es für Kinder, wenn sie in eine Machtposition manövriert werden, die sie zum "Herrn" über das Schicksal der Teilnehmenden macht? Welchen Einfluss haben Schönheits-OP-Sendungen wie "I want a famous face", „Beauty Queen“, „Alles ist möglich“ oder die TV-Show „The Swan“ auf Jugendliche?
Nicht nur diese Fragen besorgter Eltern und Erziehender berühren den Jugendschutz in den Medien; der Jugendmedienschutz spielt auch im Internet eine Rolle - bspw. bei gewaltverharmlosenden, extremistischen oder auch pornografischen Inhalten.
Für die Prüfung von Programmbeschwerden bzw. möglicherweise rechtlich problematischen Inhalten oder Angeboten ist die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als zentrale Stelle für den Jugendschutz und den Schutz der Menschenwürde in privatem Rundfunk und in Telemedien (Internet) verantwortlich.